- Sie sind hier:
- Startseite >
- Projekteportal >
Erziehung & Weiterbildung
Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe e.V.
Projekt-ID: 126

Beschreibung
Der AOB wurde im Juni 1977 als Verein gegründet. Ziel des als gemeinnützig anerkannten Trägers ist es, Jugendliche und Erwachsene beim Erwerb von Schriftsprachkompetenz zu unterstützen und Hilfen für die mit diesem Mangel verbundenen Probleme sozialer und psychischer Natur anzubieten. Bis Dato hat der Arbeitskreis weit über 5.000 Personen betreut, die teilweise mit sehr unterschiedlichen Problemstellungen zu uns kamen und kommen. Ein Teil konnte keine oder nur wenige Buchstaben, ein anderer Teil dieser Personengruppe hatte kaum Probleme beim sinnentnehmenden Lesen von Texten, aber große Probleme beim selbstständigen Schreiben; wieder andere konnten mühelos lesen, machten aber viele Rechtschreibfehler. Eine weitere Gruppe bestand aus Personen, die fließend lesen und schreiben konnten, einige Rechtschreibfehler machten, aber große Angst vor Schreibsituationen hatten. Die Personen, die zu uns kamen, gingen einer regelmäßigen beruflichen Tätigkeit nach, in der Fabrik, im Büro, in der Behindertenwerkstatt oder studierten an einer Universität, waren arbeitslos oder arbeiteten als Hausfrau und Mutter. Sie galten als durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent, einige als behindert. Ihren Alltag meisterten sie mit Unterstützung oder selbstständig. Sie wohnten bei den Eltern, in einer Wohngemeinschaft, in einer eigenen Wohnung allein, mit Kind oder ohne, oder mit Familie. Sie stammten aus sehr unterschiedlichen Herkunftsfamilien: aus sehr armen Verhältnissen mit vielen Geschwistern, aus Familien, die ihre Kinder gut versorgen konnten, aus Akademiker- oder Managerhaushalten. Sie wurden in der Herkunftsfamilie umsorgt und liebevoll behandelt oder geschlagen und misshandelt.Sie haben die Hauptschule, die Sonderschule und manchmal auch das Gymnasium besucht. Ihnen wurde in der Herkunftsfamilie bei den schulischen Sorgen geholfen: Sie wurden bei den Hausaufgaben unterstützt, es wurde von ihnen gefordert, selbst in der Schule aufzupassen oder ihre schulischen Probleme spielten in der Familie keine Rolle. Sie wurden in der Schule gefördert, hatten Lehrer, die sich um sie kümmerten, oder wurden kaum beachtet.So unterschiedlich die Erfahrungen auch gewesen sein mögen, gemeinsam ist ihnen das nicht ausreichende Erlernen können der Schriftsprache. Unterschiedlich sind auch die Umgangsweisen mit öffentlichen Schreibanforderungen. So gibt es den, der einfach probiert, den, der sich nicht traut, den, dem der Schweiß allein nur bei der Vorstellung, dass er schreiben muss, ausbricht, den, der es nicht wagen würde zu schreiben.Der AOB geht davon aus, dass jeder lernfähig ist. Dabei berücksichtigen wir die individuelle Lernfähigkeit und das individuelle Lerntempo des Einzelnen. Die Lernziele werden grundsätzlich durch den Lernenden definiert. Wir unterstützen die Lernenden aber darin, ihre Ziele zu definieren und lehren Methoden, die dazu führen können, die Ziele zu erreichen. Wir gehen von der Prämisse aus, dass Lernprozesse nicht isoliert von Persönlichkeitsentwicklungen betrachtet werden können und immer auch Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen haben. Deshalb bieten wir Beratungsgespräche (auch für Angehörige) und Psychotherapie an. Der AOB steht auch für Integration von ausländischen Mitbürgern und Behinderten. Die Vielfältigkeit der Lernangebote, sowohl auf dem pädagogischen als auch dem psychologischen Sektor, muss der Vielfältigkeit der Unterschiede in den Schwierigkeiten mit der Schriftsprache und den psychischen Problemen gerecht werden. Veränderungen sind immer sowohl im pädagogischen als auch im psychologischen Lernbereich möglich.
Was ist bisher passiert
Was sind die nächsten Schritte
Einführung eines Intensivlernprogrammes
Zu finanzierende Maßnahmen
Grundsätzlich ist es sehr schwierig, Sponsoren für die Alphabetisierungsarbeit zu gewinnen, weil viele Leute denken, dass doch die Analphabeten selbst dran schuld sind, wenn sie das Schreiben nicht gelernt haben, obwohl es doch die Schulpflicht gibt. Natürlich weiß man, dass aus Hauptschulen Jugendliche entlassen werden von denen bis 25% nicht ausreichend lesen können. Wir können, aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrung nur sagen, dass die Kinder häufig in sehr ungünstigen familiären Beziehungen stehen, in denen sie keine Lernförderung erhalten. Ein Verschulden der Kinder liegt nicht vor. Deshalb ist es so wichtig, diesem Personenkreis nach Abschluss der Schule eine angemessene Förderung zu gewährleisten, was wir mit unserer Arbeit versuchen.1. Intensivförderung von Nullanfängern:Zielgruppe: Menschen mit wenig bis gar keinen Buchstabenkenntnissen. Diese Menschen haben i. d. R. eine Sonderschule oder eine Lernbehindertenschule besucht, sind aber weder durch die Eltern, noch durch die Lehrer in ausreichendem Maße gefördert worden. Sie haben in ihrer Schulzeit keine Lese- und Schreibfähigkeit erwerben können. Oft haben sie auch den Schulbesuch verweigert oder haben, aus den unterschiedlichsten Gründen, Lernblockaden aufgebaut. Es handelt sich um Menschen die schwer verunsichert sind und einen sehr geringen Selbstwert haben.Projektbeschreibung: Diese Menschen besuchen unsere regulären Kurse, die allerdings nur zweimal die Woche mit insgesamt 4 Unterrichtsstunden stattfinden. Durch diese geringe Intensität ist es sehr schwierig, diesen Personen zu Lernerfolgen zu verhelfen. Bei diesen Menschen müssen erst Lernstrukturen entwickelt werden, damit sie erfolgreich sein können. Deshalb planen wir, diese Personen intensiv zu beschulen, damit sie ihre Motivation nicht verlieren und die Chance haben, die Schriftsprache erfolgreich zu erlernen. Das Programm ist für zwei Monate konzipiert. Ziel ist es, die Konzentration und die Lernfähigkeit zu trainieren, damit diese Menschen Basiswissen erlernen können, auf das dann in den Regulärkursen aufgebaut werden kann. So kann der Kreislauf von Frustration und der Befürchtung nicht lern- und bildungsfähig zu sein, unterbrochen werden. Die Durchführung durch erfahrene, in der Benachteiligtenarbeit geschulte Pädagoginnen, ist gesichert.Laufzeit: 2 Monate, 4 Tage/Woche, je 90 Minuten = 64 EinheitenFinanzierung: Anfallen würden lediglich Honorarkosten. Das Equipment und die vorhandenen Materialien können genutzt werden. Es ergeben sich 64 Einheiten von 90 Minuten à 60€ = 3840€2. Förderung von funktionalen Analphabeten mit MigrationshintergrundZielgruppe: Es handelt sich hier um Personen, die weder in ihrer Heimat noch in Deutschland die Schriftsprache erlernt haben. Häufig sind dies Frauen, z.B. aus dem Kosovo oder aus Afrika, die keine Schule in ihrer Heimat besuchen dürfen. Aber auch Männer aus Krisengebieten, z.B. dem Libanon, haben nicht in ausreichendem Maße die Schule besuchen können. Sie gehören zu der Personengruppe der doppelten funktionalen Analphabeten.Projektbeschreibung: Diese Zielgruppe macht ein anderes Angebot als einen üblichen Alphabetisierungskurs erforderlich. Oft ist der deutsche Wortschatz dieser Personen sehr gering, Begriffe müssen im Kurs erklärt werden und zusätzlich muss die Schriftsprache vermittelt werden. Die Konzentration soll in diesem zusätzlichen Kurs, auf der Erweiterung des Wortschatzes liegen. Da dieses Klientel kaum über Lernstrategien verfügt, ist es auch nicht möglich, den Wortschatz selbstständig zu erarbeiten. Sie benötigen hierbei Unterstützung.Das Programm ist ebenfalls für 2 Monate konzipiert. Ziel ist die Integration der Migranten und Migrantinnen in bestehende Regulärgruppe. Durchgeführt werden soll der Kurs durch erfahrene Lehrerinnen.Laufzeit: 2 Monate, 4 Tage/Woche, je 90 Minuten = 64 EinheitenFinanzierung: Anfallen würden auch hier lediglich die Honorarkosten. Equipment und vorhandene Materialien können genutzt werden.Es ergeben sich 64 Einheiten von 90 Minuten à 60€ = 3840€3. Training der Orientierungsfähigkeit und Entwicklung einer Lernhaltung für beeinträchtigte Menschen Zielgruppe: Menschen die als psychisch behindert oder verhaltensgestört gelten. Für diese Menschen ist es unvergleichlich schwerer, Lernstrategien die ihnen ermöglichen, die Schriftsprache erfolgreich anzuwenden, zu erlernen. Hier wird eine massive psychologische Unterstützung benötigt, die wir leider mit unserem regulären Programm nicht bieten können.Projektbeschreibung: Diese Menschen können sich häufig sehr schlecht konzentrieren, deshalb ist diese zusätzliche Gruppe auch lediglich für 2 Termine in der Woche zu je 90 Minuten geplant. Bearbeitet werden sollen in dieser Gruppe die Lernblockaden, das Lernen wird thematisiert, Lösungsstrategien für Alltagsprobleme werden entwickelt, alles am Thema der Erarbeitung der Schriftsprache. Der Kurs ist für 6 Monate konzipiert. Danach soll versucht werden, diese Menschen in bestehende Lerngruppen zu integrieren. Die Durchführung dieser Gruppe durch eine erfahrene psychologisch, psychotherapeutisch und pädagogisch geschulte Mitarbeiterin ist gesichert.Laufzeit: 6 Monate, 2 Tage/Woche je 90 Minuten = 48 EinheitenFinanzierung: Anfallen würden auch hier lediglich die Honorarkosten, da die Durchführung in unseren Räumlichkeiten gewährleistet werden kann und die vorhandenen Materialien und das Equipment genutzt werden können.Es ergeben sich 48 Einheiten von 90 Minuten à 60€ = 2880€
Mindestspendensumme: 10,- €
| Intensivförderung von Nullanfängern | 3840 |
| Förderung von funktionalen Analphabeten mit Migrationshintergrund | 3840 |
| Training der Orientierungsfähigkeit und Entwicklung einer Lernhaltung für beeinträchtigte Menschen | 2880 |
| 0 | |
| 0 | |
| 0 | |
| 0 | |
| 0 | |
| 0 | |
| 0 | |
| Gesamtsumme | 10560 |
| bisher erbrachte Leistungen | 0 |
| Fehlbetrag | 10560 |
Kooperationen
Verwendung des Firmenlogos auf Faltblättern, Programm- und Werbemedien und der Internetpräsenz, näheres nach Absprache


