Migration & Integration

Ökohaus eV. - FAHIMA - Gewaltprävention durch Begegnung und Sportveranstaltungen

Projekt-ID: 176




Beschreibung

1. Zweck der Vereinstätigkeit ist die Förderung der Bildung und Erziehung mit dem Ziel, die Allgemeinheit zu ökologischem, sozialem, solidarischem und basisdemokratischem Bewusstsein zu ermutigen und zu befähigen. 2. Die Zusammenarbeit mit allen an diesen Fragen interessierten Personen und Organisationen wird angestrebt, um modellhaft gesamtgesellschaftliche Probleme lösen zu helfen. 3. Der Verein ist keinen parteipolitischen Zielen verpflichtet.4.Die Ziele des Vereins sollen verwirklicht werden durch Verknüpfung von Denken, Fühlen und Handeln insbesondere durch:- Informationsarbeit und Beratungstätigkeit- die Durchführung und Mitwirkung an öffentlichen Veranstaltungen- Stellungnahmen zu ökologischen, sozialen und basisdemokratischen Fragen- praxisbezogene Projekte z.B. Bildungsarbeit, Betreuung von Kindern, Integration von Flüchtlingen und Migrant/innen in das Gemeinwesen. Förderung von Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit und Angebote zur entwicklungspolitischen Bildung. FAHIMA ist ein Projekt zur interkulturellen Verständigung. Unter FAHIMA laufen bereits seit 1992 verschiedenste Veranstaltungen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen. So finden im Mai, Juni und September Begegnungswochenenden mit altersgerechten Themen und Angeboten, meist auf dem Rittergut Bandelstorf, statt. Eine gute Mischung von gemeinsam zu erarbeitenden Themen, Spaß und Freizeit geben den Teilnehmenden Raum und Zeit, Neues zu erschließen und Fremde/s kennen zu lernen. Die bis zu 20 Teilnehmer/innen werden von erfahrenen Ehrenamtlichen betreut. Die Wochenenden beinhalten neben Spaß, Sport, Spiel und Freizeit auch thematische Einheiten zur Gewaltprävention, interkulturelle Bildung und Konfliktbearbeitung. Genauso wird jedes Jahr eine Paddeltour auf der Warnow bei der die Kinder mehr als nur ein Wochenende miteinander verbringen. Die Kanutour gibt 12 jugendlichen Schwimmern/innen die Gelegenheit, die Schönheiten der Natur unseres Landes innerhalb einer knappen Woche gemeinsam zu erschließen. Der Erfolg der Aktion hängt in entscheidendem Maße vom Zusammenwirken der Teilnehmenden in der Gruppe ab: die Boote können nur gemeinsam bewegt, das Essen gemeinsam zubereitet, die Zelte gemeinsam aufgebaut und bewohnt werden. Einmal jährlich wird ein multikulturelles Fußball- Turnier mit Mannschaften aus der Region Rostocks veranstaltet. Bei diesem Turnier haben Teams mit deutschen und ausländischen Spielern/innen die Möglichkeit, sich sportlich zu messen und Erfahrungen mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zu sammeln. Eine Möglichkeit zur direkten Verständigung untereinander ist ebenfalls die anschließende gemeinsame Preisverleihung mit dem „multi-kulturellen Büfett“. Grundlage dieses Turniers sind die wöchentlichen Fußball-Treffs, die allen jugendlichen Spielern/innen offen stehen und bei denen sie die Möglichkeit erhalten, gemeinsam Fußball zu spielen und so in direkten Kontakt mit „fremden“ Jugendlichen kommen. Es ist ein offenes Angebot für Kinder und Jugendliche in Rostock, gerichtet an deutsche Kinder, Kinder von Asylberwerbern oder für ausländische Kinder generell. Fahima ist eine Kooperation von Parea – entwicklungspolitische Bildung im Ökohaus eV., Asylbewerberhaus Rostock, IGEL, FÖJ und anderer Ehrenamtlicher mit Unterstützung des Jugendamtes der Hansestadt Rostocks und dem Landespräventionsrates des Landes Mecklenburg-Vorpommern.



Was ist bisher passiert

Unterstützung des Jugendamtes der Hansestadt Rostocks und dem Landespräventionsrates des Landes Mecklenburg Vorpommern.Klappe auf, die Zweite! Auch dieses Jahr kam es durch Organisation des Ökohaus e.V. zu einer bereichernden, inter-kulturellen Freizeit innerhalb eines Wochenendes. Anknüpfend an den vorangegangenen Sommer und den daraus schöpfenden positiven Erfahrungen wählten im Vorfeld zwei Betreuer und eine Betreuerin das große Überthema Theater und Zirkus. Zum einen war dabei klar, dass nicht ausschließlich die gleichen Kinder dabei mitmachen würden, andererseits weist dieser Rahmen so vielfältige Facetten und unterschiedlichst kreative Ideen auf, dass eine zweite Beschäftigung mit diesem Thema im Vorfeld eher zur Förderung der Kinder als negativ zu erwarten war. Der Schwerpunkt lag dieses Mal zusätzlich auch ein wenig anders: Gemeinsam mit 16 Kindern aus 7 verschiedenen Ländern wurde ein eigenes Theaterstück erarbeitet und individuell gestaltet. In Anlehnung an eine Märchenerzählung entstand das sechs-szenische Werk „Die einsame Gräfin“.Die zwei erfahrenen Sozialarbeiter, die vom Ökohaus e.V. im Asylbewerberheim Rostock arbeiten und so mit der Hälfte der Kinder vertraut waren, konnten diese gut in das gesamte Gruppengeschehen integrieren. Dabei wurden sie von einer Pädagogik-Studentin unterstützt, welche bereits ausreichend Erfahrung mit Projekttagen in Schulklassen zu unterschiedlichsten entwicklungspolitischen Themen durch Paréa - Arbeitsstelle für entwicklungspolitische Bildung im Ökohaus e.V vorweisen konnte. Nach jedem Tag gab es eine Auswertungs- und Aus-blicksrunde innerhalb des BetreuerInnen-Teams, was ein sehr positives Klima schaffte. Der Austausch von Erfahrungen und Hinzunehmen neuer Ideen war somit optimal gegeben. Nach der Ankunft am Freitag, einem Kennenlernspiel und einer Begrüßungsrunde erarbeiteten wir uns zusammen mit den Kindern Regeln, die dem Wochenende den Verhaltensrahmen geben sollten. Auf diese konnte sich im Laufe der nächsten Tage gut bezogen werden. Auch der Aktions-Plan für die kommende Zeit wurde unter Berücksichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kinder gemeinsam zusammengestellt. Ebenfalls wurden Gruppen für die Zubereitung der gemeinsamen Mahlzeiten sowie den Tischdienst gebildet. Nach dem Abendbrot wurde ein erster Kontakt mit der Thematik durch die mitgebrachten Utensilien möglich. Schnell ergaben sich dabei auch erste Freundschaften zwischen den sich überwiegend fremden Kindern. Dabei wurde soziale Kompetenz geschult, da es sich bei der Gruppe um hetero-gene Altersstufen und Herkunftshintergründe handelte. Entwicklungsrückstände, oft durch Traumata (durch z.B. Flucht aus dem Heimatland) erzeugt, ließen Verhaltensauffälligkeiten einiger Kinder ausmachen. Zwei der Kinder konnten außerdem so gut wie kein Deutsch. Dieser Fakt schränkte aber die Kommunikation der Kinder kaum ein. Gerade dadurch wurden noch intensiver verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten durch Einsetzen von Mimik und Gestik ausprobiert. Die somit klassischen Ausgrenzungsopfer wurden innerhalb der Gruppe aufgefangen und integriert. Aktive Einbeziehung durch das BetreuerInnen-Team ließ neben der offenen Bereitschaft der Kinder dieses positive Klima entstehen. Der Abend klang mit Ge-schichtenvorlesen am Kamin aus, wobei auch hier die Einigung der Kinder auf ein Erzählgenre gefragt war. Am Samstag ging es dann in die „Arbeits“-Phase. Die Unterstützung durch eine große Auswahl an Geräten, Requisiten und Kostümen erhielten wir wieder von der Arbeitsstelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der evangelisch-lutherischen Kirchenkreisverwaltung Rostock. Es gab drei Kleingruppen, die sich jeweils auf eines der folgenden Themen spezialisierten: Akrobatik, Clownerie und Theater. Dazu muss gesagt werden, dass wir uns einen Großteil der Zeit gemeinsam ein Konzept für ein gemeinsames Theaterstück ausdachten und so jede Gruppe theaterpädagogische Elemente mit erlernen konnte. Besonderen Spaß brachte die Hochseilanlage sowie Balancierkugeln, welche v.a. das Gleichgewicht schulten. Aber auch Jonglierbälle und -ringe sowie Diabolos förderten die motorischen Fähigkeiten eines jeden Kindes. Höhepunkt waren natürlich die unterschiedlichsten Menschenpyramiden, die besonders die Kreativität der Kinder herausforderten.Bei dem Clownerie-Workshop waren die Kinder auch nach der aktiven Phase eigenmotiviert, um sich weiter auszuprobieren und an ihren Stücken zu arbeiten. Immer neue Ideen taten sich nach anfänglichem Zögern auf. Beim Verkleiden für das Theaterstück bewiesen die Kinder besondere Phantasie. Kooperation war in dem Sinne erforderlich, um sich auf die verschiedenen handelnden Figuren zu einigen. Durch das Training von lautem Sprechen mehr oder weniger fester Textpassagen wurde die Aussprache geübt und Selbstbewusstsein gefördert. Gegenseitiges Aufeinander-Achten innerhalb des Spiels auf der Bühne klappte sehr gut. Ein Mädchen führte als Erzählerin durch die Handlung, sogar Ortswechsel wurden künstlerisch dargestellt. Der Samstag wurde durch Grillen, anschließend großer Kissenschlacht mit Tanzmusik und späterer Gute-Nacht-Geschichte abgerundet. Am späteren Abend kam es bei den größeren Mädchen und Jungen zu einem Konflikt, der im Anschluss daran mit allen ausgewertet wurde. Der Umgang mit Streit-Situationen wurde den Kindern dabei näher gebracht. Vor der Aufführung am Sonntag Nachmittag war das Schminken als weiterer Höhepunkt zu sehen. Die Präsentation des Theaters und aller Kunststücke verlief trotz Unterbrechung wegen eines Regenschauers, dafür mit umso mehr spontaner Improvisation, erfolgreich und unter Anerkennung der Kinder füreinander. Verantwortung durch Übernahme eines Parts innerhalb des Märchens zu übernehmen, bereichert und stärkt das Selbstbewusstsein aller Kinder. Anerkennung zu genießen, ist immer eine Bestätigung für sich selbst. Mit Spaß dahin zu kommen, ist uns einmal mehr gelungen. Toleranz zu üben und sich mit gegenseitigem Respekt entgegenzutreten war nach anfänglichen kleineren Schwierigkeiten kein mehr zu thematisierendes Thema. Im Rückblick ist festzuhalten, dass das Aufgreifen des Themas „Zirkus und Theater“ immer wieder Freude bereiten kann und von den Ressourcen noch lange nicht ausgereizt zu sein scheint.


Was sind die nächsten Schritte


Zu finanzierende Maßnahmen

Honorarkosten 500,- Übernachtungs- und Verpflegungskosten 3000,- Miete/Leihgebühren 950,- Fahrtkosten 650,- Aktionsmaterial 750,- Flyer, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon, Porto 250,-

Mindestspendensumme: 0,-  €



Insgesamt benötigt:5000
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Gesamtsumme5500
bisher erbrachte Leistungen3000
Fehlbetrag2500

Kooperationen

Materielle Unterstützung Freizeitangebote Logistik Teilnehmerwerbung


Sonstiges

Jede Spende / Sponsoring hilft uns!


Termine




Hier können Sie Kontakt zu dem Projekt aufnehmen.



Diese Seite bookmarken bei: bookmark in your browserbookmark at mister wongbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com

Zuletzt eingestellte Projekte:

Kunst, Kultur & Tradition

Künstlerinnen

Projekt-ID: 450

Das Kunsthaus Hamburg ist Projektträger und Herausgeber einer Publikation, die ein wichtiges und...

Fehlbetrag gesamt: € 7850,-



Sport & Freizeit

Athletenclub Hamburg e.V. - „Starke Jungs von Johann Martin“

Projekt-ID: 445

„Starke Jungs von Johann Martin“ fördert seit 15 Jahren die persönliche Entwicklung von...

Fehlbetrag gesamt: € 121936,-



Hamburg

KinderLeben e.V. - Tages-Kinderhospiz Hamburg

Projekt-ID: 433

KinderLeben ist Deutschlands 1.Tages-Kinderhospiz. Es ist ein Haus mit sozialen und...

Fehlbetrag gesamt: € 4785,-



Leben im Alter

Pixelmäuse- intergeneratives Projekt

Projekt-ID: 424

Für Kinder aus sozial benachteiligten Familien bietet Seniorenbildung Hamburg e.V. in Kooperation...

Fehlbetrag gesamt: € 1270,-





Login

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Web-Site anzumelden:
Anmelden