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Tierpflege & Artenschutz
NABU Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. - Lebensräume für den Schreiadler
Projekt-ID: 315


Beschreibung
Der NABU Mecklenburg-Vorpommern setzt sich für den Erhalt der letzten Naturparadiese im Nordosten Deutschlands ein. Wir kaufen Flächen, um diese dauerhaft für die Natur zu sichern, wir bringen Kindern die faszinierenden Seiten der Natur näher und versuchen alle Menschen für die kleinen und großen Wunder in unserem Bundesland zu begeistern. Der Schreiadler ist auf abwechslungsreiche Laubwälder angewiesen. Abholzung und Entwässerung vernichten immer mehr dieser für den Schreiadler essentiellen Lebensräume. Der Erhalt und die Wieder-herstellung solcher Gebiete sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Schreiadlerschutz. Zur Zeit konzentrieren wir unsere Aktivitäten auf das 200 Hektar große Naturschutzgebiet „Griever Holz“. Eine Ausweitung des Projektes auf weitere Gebiete ist geplant und zum Schutz des Schreiadlers dringend Notwendig. Im „Griever Holz“ findet der Schreiadler noch attraktive Brut-möglichkeiten. Leider macht die Holznutzung auch vor diesem Kleinod nicht halt und gefährdet einen der letzten Adler-Brutplätze in der Region. Durch die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) wurden dem NABU Mecklenburg-Vorpommern kostenlos 116 ha des Griever Holzes übertragen. Die restlichen 84 ha verteilen sich wie ein Flickenteppich über viele verschiedene Privateigentümer. Einige Eigen-tümer haben Interesse, uns ihre Fläche zu verkaufen, manche möchten lieber tauschen, für andere kommt ein Verkauf nicht in Frage. Unser Ziel ist es, in einem ersten Schritt noch weitere 20 ha der wichtigsten Flächen im Griever Holz zu erwerben, um die Lebensbedingungen für die Schreiadler deutlich zu verbessern. Laubwald wechselt sich mit Wiesen, Mooren und Erlenbrüchen ab: Ideale Bedingungen für den Schreiadler. Überall in Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit verstärkt Altholz-bestände eingeschlagen, die für eine ganze Reihe seltener Tier- und Pflanzenarten wichtigen Lebensraum bieten. Leider werden dabei oft nur wenige Bäume stehen gelassen (siehe Foto), welches einem Kahlschlag gleich kommt und den "Wald" für viele Arten völlig wertlos werden lässt -z.B. Schreiadler, Schwarz- und Mittelspecht, Schwarzstorch, Fledermäuse usw. Der NABU Mecklenburg-Vorpommern versucht landesweit eine natur-verträgliche Forstwirtschaft durchzusetzen. Daneben wird auf verschiedenen NABU-Flächen im gesamten Bundesland eine vorbildliche und naturschonende Waldnutzung durchgeführt. Neben dem Griever Holz ist auch das Karlsburger & Oldenburger Holz südlich von Greifswald eine der Schwerpunkte unserer Arbeit, wo wir nicht nur für den Schreiadler eine sehr positive Gebietsentwicklung erreicht haben. Aber auch für die anderen Flächen werden Spenden zum Flächenkauf oder auch zur Pflege der Flächen (Mahd von Feuchtwiesen usw.) dringend benötigt.
Was ist bisher passiert
Bisher wurde das Gebiet von uns sorgfältig untersucht und kartiert. So haben wir auf einer genauen Karte festgehalten, wie die einzelnen Bereiche des Gebietes beschaffen sind, wo die für die Natur wertvollsten Bereiche liegen und wo wir dringend aktiv werden müssen. Es wurden Verhandlungen mit den Flächeneigentümern begonnen und wir konnten bereits die ersten kleinen Flächen kaufen. Weitere Flächen sollen mit Hilfe von Spendengeldern bald folgen. Wichtige Nahrungswiesen für den Schreiadler wurden identifiziert und werden in Abstimmung mit den Landwirten schreiadler-freundlich gepflegt.
Was sind die nächsten Schritte
Es sollen im Griever Holz dringend weitere Flächen gekauft werden. Nur so können wichtige Maßnahmen für die Gebietsentwicklung durchgesetzt werden. * Bewässerungsgräben sollen geschlossen werden, um die Entwässerung der Erlenbrüche und Moore zu stoppen. Dies ist jedoch in NABU- eigenen Bereichen möglich, da andere Eigentümer trockene Flächen für die Forstwirtschaft wünschen. * Weitere Flächen im Griever Holz müssen dringend gekauft werden, um die wichtigsten Bereiche schützen zu können. Es werden zusammen- hängende Flächen benötigt, um den Wasserhaushalt des Gebietes zu verbessern. Ebenfalls sollen bevorzugt Bereiche mit besonders alten Bäumen gekauft werden, um diese als Lebensraum für seltene Tiere zu bewahren und dem Schreiadler einen ungestörten Lebensraum zu bieten.
Zu finanzierende Maßnahmen
Das gesamte Projekt beinhaltet eine 50%-Stelle für zwei Jahre, Öffent-lichkeitsarbeit (Drucksachen und eine Webseite) und den Flächenkauf im Gebiet. Personalkosten und Öffentlichkeitsarbeit werden durch Stiftungsgelder und öffentliche Förderung abgedeckt. Der wichtigste Projekt-Teil mit dem Flächenkauf muss durch Spenden und Sponsoren getragen werden. Im ersten Projektschritt sollen die wichtigsten 20 Hektar Fläche gekauft werden. Etwa 1/3 der dafür notwendigen Gelder konnten durch Spenden bereits eingeworben werden. Wir kommen unserem Ziel also langsam näher, doch für die restlichen 40.000 Euro wird noch dringend Hilfe benötigt.
Mindestspendensumme: 30,- €
| Flächenkäufe im Griever Holz | 60000 |
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| Gesamtsumme | 60000 |
| bisher erbrachte Leistungen | 20000 |
| Fehlbetrag | 40000 |
Kooperationen
Verlinkung von den NABU-Seiten NABU-MV.de und schreiadlerschutz.de auf die Seiten des Sponsors. Nennung + Logo des Sponsors in gedruckten Materialien (Flyer, Broschüre). Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt. Aktionen, z.B. "pro verkauftem Artikel gehen 20 ct. in den Schreiadlerschutz". Für weitere Ideen sind wir offen. Alle Sponsoren-Leistungen benötigen jedoch als rechtliche Grundlage einen Sponsoring-Vertrag. Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit uns auf.
Sonstiges
Ausführliche Informationen zum Projekt, zum aktuellen Projekteverlauf und zum Schreiadler finden Sie im Internet auf unserer Projekt-Seite: schreiadlerschutz.de


