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Kinder, Jugend & Familie
Bunte Kuh e.V -Lehmbau-Aktionen f. Kinder u.Jugendliche in sozialen Brennpunkten u. Bildungseinr.
Projekt-ID: 61


Beschreibung
Bunte Kuh e.V.Große Brunnenstr.75, 22763 Hamburg buntekuh-hamburg.de Nepomuk Derksen. Der gemeinnützige Verein Bunte Kuh e.V. ist seit seiner Gründung im Jahre 1985 in Hamburg tätig. Wir sind ein kleiner Verein mit einem kontinuierlich sehr hohen Anteil an ehren-amtlicher Arbeit. In unserer Arbeit verbinden sich Ziele und Methoden von: - Architekturpädagogik - Stadtteilkultur - Bildender Kunst - Gesundheitsförderung und Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche - interkultureller Kommunikation - Arbeit mit körperlich und geistig Behinderten. In unseren Projekten haben wir es uns zur Hauptaufgabe gemacht, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen, vorrangig in sozialen Brennpunkten zu leisten. Kinder und Jugendliche werden über die gemeinsame Umsetzung von Bau-Ideen sensibilisiert für natur- und sozialverträgliches Bauen. Die gewählten Naturmaterialien ermöglichen ihnen offene, sinnliche und integrationsfördernde Bauprozesse, bei denen sie spielerisch Räume entwerfen und gestalten können. Eine wichtige Erfahrung der Teilnehmer bei den niedrigschwelligen Mitmach-Aktionen ist die Überwindung von sozialen und kulturellen Grenzen und die Entwicklung eigener Gestaltungskompetenz. Der Bauprozess wirkt Identität stärkend und Gewalt mindernd. Wir planen ein Netzwerk von periodisch bespielten Bauspielplätzen. Wir arbeiten zusammen mit Kindergärten, Schulen, sowie mit Kunst-, Architektur-, Sozialpädagogik- Hochschulen, mit Einrichtungen für körperlich und geistig Behinderte, mit Gartenbauämtern und Jugendämtern, sowie mit der LAG Kinder und Jugendkultur, der AG Hamburger Umweltpädagogen und der HAG, (der Hamburger Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung). Die schönste Aufgabe von Architektur ist es Heimat zu schaffen. Heimat bedeutet, sich zu Hause zu fühlen mit Körper, Geist und Seele. Das aber braucht eine weit selbstbestimmtere und fantasievollere Einmischung aller, in ihre direkte soziale und bauliche Umgebung. Die Heimatlosigkeit in unserer heutigen Architektur zeigt sich oft in einem Gefühl des Ausgesetztseins des modernen Menschen in eine Umgebung, die er nicht ändern darf, nicht ändern kann oder die er erst gar nicht wahrnimmt. Eine Bedingung von Wahrnehmung aber ist das aktive Teilhaben, ist Beteiligung.Lehmbauaktionen für Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten: In den Armutsgebieten unserer Großstädte wird diese Ohnmacht besonders deutlich. Die dort oft herrschende materielle Not, die kulturelle Entwurzelung und Vereinsamung vieler Bewohner entmutigen oder radikalisieren vor allem Kinder und Jugendliche in hohem Maße. Dabei ist der mündige Umgang der Stadtbewohner mit ihrer gebauten Umwelt gerade hier besonders notwendig. Hierfür können die von uns entwickelten Baukunstaktionen hervorragende Kristallisationspunkte darstellen.Ziel ist es, Gegenwirklichkeiten aufzuspüren und mit Hilfe einfacher und naturfreundlicher Techniken das Bauen zu einem Fest für die Sinne und Architektur wieder als soziale Kunst erlebbar zu machen. Die Lehmbau- aktionen bieten öffentliche Übungs- und Kommunikationsplattformen mit großer und vielfältiger Anziehungskraft für die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen. Hier können sie Architektur, das sonst Unverrückbare, mit eigenen Händen, im Spiel und mit anderen gemeinsam gestalten. Spielkultur für Kinder und Jugendliche bedeutet, das Spiel als Mittel der Wahrnehmung, der Kommunikation und der Veränderung zu begreifen. Das Spiel nicht zum Selbstzweck oder zum Zwecke der temporären Ruhigstellung von Kindern und Jugendlichen einzusetzen, sondern tatsächlich als Mittel zur Veränderung einer oft versteinerten Realität, als Weg zur Ausbildung von Identität und Gemeinschaft. Diese schöpferische Kraft in Beteiligungsprozessen fruchtbar zu machen, ist dabei eine zentrale Aufgabe und komplexe Herausforderung unserer Demokratie. Dies gilt in verstärktem Maß für die benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Die schwarzafrikanischen Töpferkulturen und ihre durch Jahrhunderte von Erfahrung zu Perfektion und Schönheit entwickelten Nasslehm-Bauweisen sind Vorbild für diese Techniken, die ein für uns bislang unbekanntes Maß an Gestaltungsfreiheit ermöglichen. Die Gleichzeitigkeit von Begreifen und Gestalten, eine Grunderfahrung freier Gestaltungsprozesse, könnte, für die Architektur fruchtbar gemacht, zu einem ganzheitlicheren Materialverständnis und völlig neuen Formensprachen führen. Die Herausforderung des freien Spiels und die Gestaltungssehnsüchte jedes einzelnen Mitwirkenden bilden den Nährboden für diese offenen Baukunstaktionen. Am beeindruckendsten aber ist für uns seine „soziale und kulturelle Klebekraft“: Auf Grund der komplexen und jahrtausendealten Attraktivität des Materials Lehm ist es möglich, die unterschiedlichsten Erfahrungswelten zusammenzuführen. In unseren offenen Lehmspielaktionen gelingt es immer wieder, schwer erziehbare, verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche genauso zu integrieren wie körperlich oder geistig Behinderte, Menschen der unterschiedlichsten Ethnien, Altersgruppen oder Bildungsstufen. Die Spiel-Aktionen wirken gewaltpräventiv. Das Netzwerk nach einer Reihe von Lehmbauaktionen in Großsiedlungen und anderen sozialen Brennpunkten, mit geistig Behinderten und Blinden, an Hochschulen und Kultureinrichtungen möchten wir nun ein Netz von periodisch bespielten Lehmaktionsplätzen einrichten. Diese Plätze entwickeln unterschiedliche Schwerpunkte, werden miteinander vernetzt und jeweils 1-2 mal jährlich bespielt. Soziale Brennpunkte, Ausbildungsstätten und Kultureinrichtungen werden bevorzugt. Durch die Regelmäßigkeit des Angebots und durch Austausch und Kooperation der sehr unterschiedlichen Zielgruppen kann eine hohe Lerngeschwindigkeit und Komplexität erreicht werden. So kann es gelingen in dieser Stadt ein Stück europaweit vorbildlicher Bau(spiel)kultur zu etablieren.
Was ist bisher passiert
Die vielschichtigen Wirkungen und die modellhafte Bedeutung dieses Projektes sind mit dem Deutschen Präventionspreis 2004 und mit dem Spielraumpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes im Mai 2006 ausgezeichnet worden. Der Bunte Kuh e.V. hat folgende Lehmbau - Projekte in Hamburg veranstaltet: - Hamburg Jarrestadt, Kampnagelfabrik, 1989 - Hamburg Eimsbüttel, Schanzenviertel, Baschu-Spielplatz, 1996 - Hamburg Eimsbüttel, KITA Zeiseweg, 2001 - Hamburg Bergedorf, Schlosspark, 2001 - Wilhelmsburg, Schule an der Fährstraße, 2002 - Hamburg Altona, August-Lütgens-Park, 2003 - Lurup, Lüdersring, 2004 - Schanzenviertel, Sternschanzenpark, 2005 - Sternschanzenpark, 2006, Teilnahme von 31 Kitas und Schulen aus dem Stadtteil und Umgebung(sowie zahlreiche Aktionen in Berlin, Potsdam, Bremen, Schwerin, München, Sardinien, Frankreich) In 2007: Sternschanzenpark und Hamburg Lohbrügge, Marktplatz. In 2008 Sternschanzenpark und erstmals in der Gr. Bergstraße im Brennpunkt Altona-Altstadt. Des Weitern Desweitern blicken wir auf folgende Aktivitäten allein des vergangenen Jahres zurück: Bunte Kuh e.V. konnte 2006 eine Stelle für Öffentlichkeitsarbeit einrichten, die als Teilzeitstelle besetzt wurde. Es konnten für die Zeit der Lehmbau-Aktionen drei zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden. Eine Basis- Website wurde erstellt. Ein Messestand wurde konzipiert und angefertigt. Evaluation der Sternschanzenprojekts 2006 durch das Institut für Sozialmedizin, UKE, Hamburg. Bunte Kuh e.V. wird 2007 offizieller Anbieter für die Erzieher-Ausbildung. 2006,07,08: Teilnahme an Kongressen, Tagungen, Foren, Workshops in Hamburg, Bremen Potsdam und Berlin. Ausstellung in der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen.
Was sind die nächsten Schritte
Ausbau der Lehmbau-Aktionen in sozialen Brennpunkten, wie in 2009 geplant Altona, Gr. Bergstraße oder z.B. Wilhelmsburg (IBA und IGS), -Mümmelmannsberg, -verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas. Aufbau einer Struktur zur Ausbildung weiterer Projektanleiter, um das Projekt multiplizieren zu können. Entwicklung einer Lehm-Kiste für KITAS
Zu finanzierende Maßnahmen
Für die nächsten beiden Jahre benötigen wir Sachmittel für die Ausstattung: 2.000.- Euro für die Erweiterung/Pflege der Homepage,- 2.000.- Euro für Kongressteilnahmen, Herstellung von Werbemitteln,- 3.500.- Euro für die Erneuerung der EDV,- 1.000.- Euro für eine gute digitale Fotokamera,- 14.000.-, für ein größeres Aktionszelt - 10.000.- Euro für neue Lehmcontainer,- 8.000.- Euro für eine neue Lehmpresse,- 3.000.- Euro für eine Videokamera und Schnitt-Software. Diese Liste ist nach aktuellen Prioritäten geordnet. Bei Bedarf können wir Ihnen diese Beträge noch weiter differenzieren. Sie können auch eine konkrete Baukunstaktion in einem sozialen Brennpunkt in Hamburg durch die Übernahme einer Projekt-Patenschaft unterstützen. Geplant ist der Aufbau eines Netzwerkes von Baukunst-Aktionen. Um lokale Kompetenzen und die für eine Verstetigung nötigen Trägernetzwerke aufzubauen wollen wir an jedem Spielort (s.u.) Serien von drei jeweils 10 – 20 tägigen Lehmspielaktionen (Kosten ab 25.000.-Euro pro Aktion) in drei aufeinander folgenden Sommern. Auch ein einmaliger oder kleinerer Zuschuss ist für unsere Projekte hilfreich. Die erhaltenen Gelder werden von uns genau belegt. Nachhaltig unterstützten Sie unser Projekt im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Zur Zeit können wir für diese Aufgabe nur eine 12 Std. Mitarbeit abdecken. Um das Konzept systematisch zu vervielfältigen, ist eine hochmotivierte und kompetente Vermittlungsarbeit gefragt, die wir ehrenamtlich nicht mehr im jetzt nötig gewordenen Maß leisten können.
Mindestspendensumme: 1,- €
| Erweiterung/Pflege der Homepage | 2000 |
| Kongressteilnahmen | 2000 |
| Erneuerung der EDV | 3500 |
| Für eine gute digitale Fotokamera | 1000 |
| für ein größeres Aktionszelt | 14000 |
| Für neue Lehmcontainer | 10000 |
| Eine Lehmpresse | 8000 |
| Videokamera und Schnitt-Software | 3000 |
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| 0 | |
| Gesamtsumme | 43500 |
| bisher erbrachte Leistungen | 17000 |
| Fehlbetrag | 26500 |
Kooperationen
Nennung auf Veranstaltungsplakaten, Flyern und einem etwa 3x 5m großen Banner, das am Aktionsort an einem öffentlichen Ort zu sehen ist. Erwähnung in der Pressemitteilung an Tageszeitungen, Fachpresse, TV und Radio. Demnächst Nennung auf unserer Homepage. Wir erstellen von jeder Lehmbau-Aktion eine Power Point CD, die wir Ihnen zur Verfügung (bei Nennung von Bunte Kuh e.V.) stellen.


