Gesundheit & Pflege

Amputierten e. V. Nord

Projekt-ID: 90




Beschreibung

Der Amputierten e.V. Nord arbeitet unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und unabhängig von Sanitätshäusern und prothetischer Industrie. Das bedeutet in der Praxis: Die Anpassung und Versorgung mit einer Prothese ist etwas sehr individuelles und auch intimes. Da spielt nicht nur das Fachwissen des Technikers eine große Rolle, sondern auch das Vertrauen auf zwischenmenschlicher Ebene. Daher ist es uns sehr daran gelegen, den Menschen mit Amputation einem Techniker seines Vertrauens auswählen zu lassen. Aufgrund unserer finanziellen Unabhängigkeit von Herstellern und Dienstleistern, ist es uns möglich dies zu gewährleisten. Als unsere Hauptaufgabe sehen wir, Menschen bereits VOR einer Amputation zu beraten (Angehörige eingeschlossen) und nach erfolgter Amputation wieder mobil zu machen und zu integrieren. Die Amputation von Gliedmaßen ist für die betroffenen Menschen eine grundlegende Lebensveränderung. Ängste, Schmerzen, Unsicherheiten und erhebliche Belastung prägen die Zeit sowohl vor als auch nach dem Eingriff. Nach dem Eingriff muss das Alltägliche neu geplant, eingerichtet und eingeübt werden. Wenn das eigene Leben nach ärztlicher und psychologischer Vor- und Nachsorge wieder beginnt, tauchen erneut Fragen, Unsicherheiten und Unwegsamkeiten auf. Leider steht der Betroffene, wenn er aus der Rolle des Patienten entlassen wurde, mit seinen Angehörigen allein vor vielen Problemen.Der Amputierten e.V. Nord wurde ins Leben gerufen, um Menschen und deren Angehörigen vor und nach einer Amputation von Gliedmaßen zu beraten, zu informieren, ihnen Mut zu geben und gemeinsame (Freizeit-) Aktivitäten zu entwickeln.



Was ist bisher passiert

Beratungsbüro: •Gespräche vor und nach Amputation, auch mit Angehörigen kompetente, professionelle, individuelle und unabhängige Beratung. •Nutzung eines großen Know-how-Netzwerkes •Inhalt-, form- und fristgerechte Anträge und Widersprüche •Beratung und Anträge nach Schwerbehindertengesetz •Angehörigenberatung •Unabhängige Kontaktvermittlung zu spezialisierten Institutionen •Organisation von Aktivitäten und Veranstaltungen •Herausgabe der regelmäßig erscheinenden Vereins- Informationsbroschüre „Gemeinsam Gehen“ •Austausch / Selbsthilfe: •Gruppennabende, gern mit Angehörigen •verschiedene Selbsthilfegruppen •Sport- und Mobilitätsgruppen: •Schwimmen / Wassergymnastik •Muskelaufbau / Fitness •Nordic Walking •Bogenschießen •Geh- Training und praktische Alltagsübungen (z.B. Fahren auf Rolltreppen, Überwinden eines Hindernisses usw. jeweils einmal wöchentlich 2 Stunden ( Nordic Walking zweimal wöchentlich)•Kurse / Seminare: •Gesunde Ernährung •Gewichtsreduktion •Entspannung / Meditation •Raucherentwöhnung •Fach- und Expertenvorträge


Was sind die nächsten Schritte

•Um diese wichtige Arbeit weiterführen und ausbauen zu können, ist der Verein dringend auf (finanzielle) Unterstützung angewiesen. Der Verein ist gemeinnützig – Spenden sind steuerbegünstigt. •Weiterer Ausbau der Beratungsstelle, -Planung einer Gruppe „Gemeinsam gegen den Phantomschmerz“ (mit Physiotherapeut/Psychologe o. ä.), -Einsatz eines Zivildienstleistenden, um frisch-amputierte Menschen, die noch nicht wieder mobil sind, zu unseren gemeinsamen Gruppen und Aktivitäten zu fahren.


Zu finanzierende Maßnahmen

Personalkosten für Übungsleiter, Beratungsstelle, Zivildienstleistenden, Bürokraft."Verschiedene Möglichkeiten - bitte erfragen"

Mindestspendensumme: 10,-  €



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Kooperationen

Einbeziehung der Spender in unsere breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Zeitungen, Zeitschriften, TV, Hörfunk)


Sonstiges

Pressebericht aus „BILD am SONNTAG“ (18.November 2007):„Amputiert – und hilft auf anderen auf die Beine!“„Sie hat mir buchstäblich das Leben gerettet.“ Diesen Satz schrieb uns ein Mann über Andrea Vogt-Bolm (45) aus Hamburg, die er als Kämpferin vorschlug. „Sie hat Amputierten wieder eine Lobby verschafft.“ Dabei hat die Frau eigentlich genug eigene Probleme. Seit ihrem ersten Lebensjahr trägt sie eine Unterschenkelprothese, nachdem sie mit einer Fehlbildung des linken Beins auf die Welt kam.Doch trotz dieser Einschränkung hat sie sich nie versteckt. Im Gegenteil. „Ich kämpfe dafür, dass Amputierte wieder wahrgenommen werden“, so die Mutter einer Tochter. Sie hat Sportgruppen für Amputierte eingerichtet, „in denen Menschen lernen wieder auf zwei Beinen im Leben zu stehen“. Die Leiterin der Beratungseinrichtung Amputierten e. V. Nord macht anderen Mut, hilft bei Fragen der Bürokratie, berät bei bevorstehenden Amputationen.Pressebericht „Wohl & Wehe – Die Patienten Zeitung“ (Juli 2007):Nicht nur für die Betroffenen ist eine Amputation eine große Veränderung in ihrem Alltag. Auch für deren Angehörige bedeutet es oft eine Umstellung der Lebenssituation. In einer geschlossenen Gesprächsgruppe der Amputierten e.V. Nord finden sie Rat und Hilfe. Wie ist es, wenn ein Angehöriger, Verwandter, Freund, Bekannter oder Kollege ein Bein oder einen Arm verliert? Was bedeutet dieser Verlust für das weitere Leben, das innere Gleichgewicht oder das Selbstwertgefühl der Betroffenen? Wie muss gegebenenfalls das häusliche Umfeld geändert werden? Wie weit sollte die Hilfe gehen und wo beginnt die Eigenverantwortlichkeit?Diese und viele weitere Fragen stellen sich oftmals erst kurz vor beziehungsweise nach einer Amputation. Antworten finden Angehörige von Menschen mit Amputationen in einer Gesprächsgruppe der Amputierten e.V. Nord. Ein weiteres Angebot des Vereins sind kleine, individuell zusammengestellte Gruppen, in denen Betroffenen die Möglichkeit gegeben wird, von ihrem amputierten Körperteil Abschied zu nehmen. „Der Verlust eines Körperteils kommt dem Verlust eines nahen Angehörigen gleich“, sagen Psychologen. Wenn nicht Abschied genommen wurde, bliebe die Trauer oft ober Jahre oder sogar ein Leben lang unbewältigt. Die Teilnehmer der Gesprächsgruppe werden von einem Psychotherapeuten begleitet. Es wird ein Abschiedsritual vorbereitet und in abschließenden Gesprächen aufgearbeitet. Hamburger Spendenparlament, Hermann-Reemtsma-Stiftung, Berufsförderungswerk Hamburg, L.-Paulsen-Stiftung, Hamburger Abendblatt („Kinder helfen Kindern“), M. Rühle-Stiftung u. a. Ansprechpartner: Andrea Vogt-Bolm Amputierten-Nord e.V.


Termine

„Mit Hand und Fuß“ – Veranstaltung zur Auszeichnung „Ort im Land der Ideen“ – einer Initiative der Bundesregierung mit der Deutschen Bank – am 22.11.2008Gruppe „Gemeinsam gegen den Phantomschmerz“ (mit Physiotherapeut/Psychologe o. ä.), Dauer jeweils 3 Monate – Start, sobald finanzielle Mittel dafür vorliegen.




Hier können Sie Kontakt zu dem Projekt aufnehmen.



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