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Lebenshilfe
Angehörige psychisch Kranker, Landesverband Hamburg - Angehörige psychisch Kranker
Projekt-ID: 93



Beschreibung
Dr. Hans Jochim Meyer, Amselstieg 33, 25421 Pinneberg, Vorsitzender des LV Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker e.V. Achtung: Neue Anschriften des LV der Angehörigen Hamburg Post: Fuhlsbüttler Str. 401, 22309 Hamburg Internet: lapk-hamburg.de Der Landesverband Die organisierte Angehörigenbewegung entstand in Deutschland vor rund 20 Jahren. Der Landesverband Hamburg wurde 1988 gegründet. Gründungsmitglieder waren überwiegend Eltern psychosekranker Kinder. Unsere Mitglieder sind heute überwiegend Angehörige ( Eltern, Kinder, Geschwister, Partner und Freunde) von Menschen mit Depressionen, bipolaren Störungen (manisch-depressive Erkrankungen), Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis sowie Persönlichkeitsstörungen (Borderline). Wir sind ausschließlich ehrenamtlich tätig. Wir sind als gemeinnützig und mildtätig anerkannt.§ 2 Zweck und Ziele. Zweck des Verbandes ist der Zusammenschluss von Familien mit psychisch erkrankten oder psychisch behinderten Mitgliedern sowie deren Partnern, Freunden und Förderern, um gemeinsame Interessen und Anliegen auf Landesebene wirksamer vertreten zu können und den „Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V.“, dessen Mitglied der Landesverband ist, in seiner Arbeit zu unterstützen. Zielsetzung des Verbandes ist: 1 Stärken der Selbsthilfe von Familien mit psychisch erkrankten oder psychisch behinderten Mitgliedern durch Bildung und Unterstützung von Angehörigengruppen; 2 Informieren der Mitglieder des Verbandes und weiterer Ratsuchender über den aktuellen Stand der einschlägigen sozialen Gesetze und Vorschriften auf Landes- bzw. Bundesebene;3 Hinwirken auf die Realisierung der rechtlichen Gleichstellung mit anderen Kranken und Behinderten sowie den Abbau von noch bestehenden Diskriminierungen und Vorurteilen; 4 Einsetzen für den zügigen Ausbau einer Psychiatrie in der Gemeinde, die angelegt ist auf Integration der psychisch Kranken oder psychisch Behinderten in Beruf und Gesellschaft und auf Hilfe für deren Angehörige; 5 Betreuen und Beraten der Mitglieder des Verbandes und weiterer Ratsuchender auf allen relevanten Gebieten, und zwar aus dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes und der Patientenberatung heraus, wenn und soweit das Gesetz es zulässt; 6 Mitwirken und Beteiligen an Organisationen und Gesellschaften, deren Ziel es ist, die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder psychischen Behinderungen zu unterstützen und ihre Situation in der Gesellschaft zu verbessern; 7 Beraten und Unterstützen der Mitglieder des Verbandes und weiterer Ratsuchender in Fragen der selbst bestimmten Lebensgestaltung und Daseinsvorsorge. Aktuelle Projekte Vermittlung ehrenamtlicher Tätigkeit für psychisch beeinträchtigte Menschen Vorbemerkung: In Hamburg existiert in Form des Aktivoli Netzwerks eine breit gefächerte Szene von Organisationen, die sich mit der Vermittlung ehrenamtlicher Tätigkeit befassen. Ansprechpartner sind die jeweiligen Aktivoli Anlaufstellen, die sich zur AG Aktivoli Anlaufstellen zusammengeschlossen haben. Weitere Organisationen bestehen im Hamburger Umland. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass die Vermittlung psychisch beeinträchtigter Menschen in eine ehrenamtliche Tätigkeit aus unterschiedlichen Gründen auf Probleme stoßen kann, sowohl seitens der Betroffenen als auch seitens der Anlaufstellen. In gemeinsamen Gesprächen der AG Aktivoli Anlaufstellen, des Landesverbandes Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker sowie des Sozialdienstes der Asklepios Klinik Nord/Campus Ochsenzoll wurde folgendes Vorgehen erarbeitet: Alle Beteiligten wollen in Kooperation unter Einbringung der jeweiligen spezifischen Kenntnisse und Erfahrungen zum Abbau dieser Probleme beitragen und psychisch beeinträchtigten Menschen den Zugang zu ehrenamtlicher Tätigkeit erleichtern.2. Der Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker sowie der Sozialdienst der Asklepios- Klinik Nord/Campus Ochsenzoll (für Patienten der Klinik) bieten Interessenten ein Beratungsgespräch an. Ziel dieses Gesprächs ist die Ermittlung eines individuellen Profils von Tätigkeitswunsch, vorhandenen Fähigkeiten, Belastbarkeit und eventuellen besonderen Erfordernissen auf Grund der psychischen Beeinträchtigung. Anschließend wird der Kontakt zu einer der Aktivoli Anlaufstellen aufgenommen mit der Bitte, den Interessenten bei der Suche nach einer geeigneten Tätigkeit zu unterstützen. Nach erfolgreicher Vermittlung wird dem Ehrenamtlich Tätigen eine begleitende Beratung und Unterstützung durch einen festen Ansprechpartner angeboten sowohl durch die Anlaufstelle als auch durch den Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch Kranker bzw. den Sozialdienst der Asklepios Klinik Nord/Campus Ochsenzoll.
Was ist bisher passiert
Unsere Schwerpunkte: Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt in der Bewältigung der Krankheitsfolgen für die betroffenen Familien, Öffentlichkeitsarbeit mit den Zielen des Abbaus von Vorurteilen und der Ablehnung psychisch erkrankter Menschen, Prophylaxe psychischer Erkrankungen, Einbringen der Erfahrungen der Angehörigen in die medizinische und sozialpsychiatrische Versorgung. Individuelle Beratung das gesamte Spektrum sozialer, finanzieller und seelischer Probleme, die sich für Familien durch die psychische Erkrankung eines Familienmitgliedes ergeben, insbesondere auch Fragen der Vorsorge für das erkrankte Familienmitglied (Testament, Betreuung, Erteilen einer Vollmacht usw. Zusammenarbeit mit und Neugründung von Selbsthilfegruppen in Zusammenarbeit mit KISS (Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Hamburg).
Was sind die nächsten Schritte
Zu finanzierende Maßnahmen
Zur laufenden Finanzierung unserer Aufgaben, insbesondere Büromiete, Bürokosten einschließlich Telekommunikation, Fahrtkosten der ehrenamtlichen Mitarbeiter, Druckkosten für Informationsmaterialien, Honorare für externe Referenten, benötigen wir jährlich rund 15.000 €. Unsere Mitglieder bringen durch Beiträge und freiwillige Zuzahlungen rund 6500 € auf, durch Selbsthilfeförderung der Krankenkassen erhalten wir durchschnittlich 1500 € jährlich. Der Fehlbetrag von 7000 € jährlich muss durch Sponsoring gedeckt werden. Wir suchen Kontakte zu Firmen, Organisationen oder Privatpersonen, die Bedarf an ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern oder ehrenamtlicher individueller Hilfe haben. Psychische Erkrankungen oder Beeinträchtigungen können Menschen jeden Alters und jeden Ausbildungsgrades treffen, entsprechend groß ist die Bandbreite vorhandener Fähigkeiten, die für eine ehrenamtliche Tätigkeit eingesetzt werden können.
Mindestspendensumme: 10,- €
| Büromiete, Bürokosten, Telekommunikation, Fahrkosten, Druckkosten, Honorare | 15000 |
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| Gesamtsumme | 15000 |
| bisher erbrachte Leistungen | 8000 |
| Fehlbetrag | 7000 |
Kooperationen
Öffentlichkeitsarbeit Regelmäßige Veröffentlichungen über unsere Arbeit in der Zeitschrift „Eppendorfer“. Mitgestaltung von Kongressen, Workshops, öffentlichen Veranstaltungen. Mitarbeit beim Verein „Irre menschlich“ des UKE Hamburg zur Entstiegmatisierung und Prophylaxe psychischer Erkrankungen in Schule, Arbeitsleben und Polizei.
Sonstiges
Bericht einer Betroffenen Über die Bedeutung von Arbeit für mein Leben: Ich bin weiblich, Jahrgang 1954 und psychisch nicht gesund. Ich leide an rezidivierenden Depressionen, psychotischen Schüben, was nach 29-jähriger Berufstätigkeit zur Verrentung wegen Erwerbsunfähigkeit geführt hat. Während der letzten Lebenskrise, in die ich Anfang 2000 geriet und in der ich selbstmordgefährdet war, weil ich keine Leistungsfähigkeit mehr besaß, habe ich mich unter Aufbringung meines letzten Funkens von Kraft und Mut auf die Suche nach ehrenamtlicher Arbeit begeben. Ich hatte die Vision, dass mein Leben nur wieder Sinn macht, wenn ich – irgendwo und irgendwie – einen Beitrag zum Ganzen dazu tun kann, dass ich überhaupt nur eine Berechtigung zum Leben habe, wenn ich etwas arbeite. Und ich wusste auch, dass ich über diesen Weg nach und nach meine Isolation würde aufbrechen können und bisschen am sozialen Leben teilhaben könnte. Ich habe ehrenamtliche Arbeit in einem Maße gefunden, das ich bewältigen kann. Ich kann mich – wenn es mir schlecht geht – immer an dem Gedanken festhalten „Du hast Aufgaben und Verantwortung!“ und somit auf eine weitere Gesundung hoffen. Ich wünsche mir, in unserer heutigen Gesellschaft möge immer ein Bewusstsein dafür existieren, dass es Menschen gibt, die nicht (mehr) leistungsfähig in dem Maße sind, dass sie mit eigener Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen können, die sich aber – wie ich – immer ein Angebot von Tätigkeiten wünschen, in einem zeitlich und anforderungsmäßig begrenzten Rahmen. Letztlich bedeutet für mich Arbeit: nur wieder Selbstver-trauen erarbeiten zu können, Teilhabe an der Gesellschaft, nur meine Würde erhalten zu können.


